Demenzprävention und transkranielle Magnetstimulation

Demenzprävention

Gehirngesundheit – was können wir selbst beeinflussen?

Mit zunehmendem Alter verändert sich nicht nur unser Körper, sondern auch unser Gehirn. Gelegentliche Vergesslichkeit gehört nicht automatisch zu einer Demenzerkrankung. Dennoch stellt sich für viele Menschen die Frage, was sie selbst tun können, um ihre geistige Leistungsfähigkeit möglichst lange zu erhalten.

Die moderne Demenzforschung zeigt, dass neben genetischen und altersbedingten Einflüssen auch zahlreiche gesundheitliche und lebensstilbezogene Faktoren eine Rolle spielen.

Eine internationale Expertenkommission hat 2024 im medizinischen Fachjournal The Lancet 14 potenziell beeinflussbare Risikofaktoren beschrieben. Schätzungen zufolge könnten weltweit etwa 45 % der Demenzfälle durch die Beeinflussung dieser Faktoren verhindert oder hinausgezögert werden. Dabei handelt es sich um eine bevölkerungsbezogene Schätzung, nicht um eine individuelle Vorhersage.

Welche Faktoren beeinflussen unser Demenzrisiko?

Laut der Lancet Commission on Dementia Prevention, Intervention and Care (2024) werden folgende 14 potenziell beeinflussbare Risikofaktoren unterschieden:

  •  
    • Geringe Bildung

    • Hörverlust

    • Erhöhtes LDL-Cholesterin

    • Depression

    • Schädel-Hirn-Verletzungen

    • Bewegungsmangel

    • Diabetes mellitus

    • Rauchen

    • Bluthochdruck

    • Adipositas (insbesondere im mittleren Lebensalter)

    • Übermäßiger Alkoholkonsum

    • Soziale Isolation

    • Luftverschmutzung

    • Unbehandelte Sehbeeinträchtigungen

EXOMIND® – transkranielle Magnetstimulation

EXOMIND ist ein medizinisches Gerät zur nichtinvasiven transkraniellen Magnetstimulation.

Die Technologie ermöglicht die gezielte Stimulation bestimmter Hirnregionen. Die Anwendung erfolgt nach ärztlicher Beurteilung unter Berücksichtigung der medizinischen Vorgeschichte, möglicher Gegenanzeigen und des individuellen Behandlungsziels.

Die transkranielle Magnetstimulation ist insbesondere im Zusammenhang mit depressiven Erkrankungen wissenschaftlich untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf kognitive Funktionen werden erforscht.

Wichtig zur Demenzprävention: Ob sich durch transkranielle Magnetstimulation die Entstehung einer Demenz verhindern oder verzögern lässt, ist derzeit nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

EXOMIND® - medizinisches Gerät

Die Technologie ermöglicht die gezielte Stimulation bestimmter Hirnregionen. Die Anwendung erfolgt nach ärztlicher Beurteilung unter Berücksichtigung der medizinischen Vorgeschichte, möglicher Gegenanzeigen und des individuellen Behandlungsziels.

Die transkranielle Magnetstimulation ist insbesondere im Zusammenhang mit depressiven Erkrankungen wissenschaftlich untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf kognitive Funktionen werden erforscht.

EXOMIND stellt daher keine nachgewiesene Methode zur Demenzprävention oder eine etablierte Behandlung der Demenz dar. Studien zu kognitiven Verbesserung sind im Laufen.

Gegenanzeigen: Herzschrittmacher, Defibrillator, Implantate im Kopf und Halsbereich – ausgenommen Zahnimplantate.

 

Ärztliche Beratung und individuelle Beurteilung

Im Rahmen der ärztlichen Betreuung können persönliche Risikofaktoren für eine spätere Demenzerkrankung besprochen und medizinisch eingeordnet werden.

Dabei stehen die individuelle Gesundheitsgeschichte, bestehende Erkrankungen sowie wissenschaftlich begründete Möglichkeiten der Prävention im Vordergrund.

Die frühzeitige Erkennung und Behandlung gesundheitlicher Risikofaktoren sowie regelmäßige körperliche und geistige Aktivität, soziale Kontakte und eine ausgewogene Ernährung sind wichtige Bestandteile der Demenzprävention.

Eine Demenzerkrankung lässt sich dadurch nicht mit Sicherheit verhindern. Das persönliche Risiko kann jedoch durch geeignete Maßnahmen beeinflusst werden.

Transkranielle Magnetstimulation – was ist das?

Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist ein nichtinvasives Verfahren, bei dem durch kurze magnetische Impulse bestimmte Bereiche des Gehirns stimuliert werden.

Die Magnetfelder werden von außen über eine Spule am Kopf erzeugt. Dadurch können elektrische Aktivitäten von Nervenzellen beeinflusst werden. Je nach Stimulationsverfahren, behandelter Hirnregion und angewendetem Protokoll können unterschiedliche Effekte auf die neuronale Aktivität entstehen.

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) wird insbesondere bei bestimmten psychiatrischen Erkrankungen, beispielsweise bei Depressionen, medizinisch eingesetzt.

 

 

Indikation für transkranielle Magnetstimulation

Der Hersteller BTL nennt als medizinische Anwendungsgebiete 

depressive Erkrankungen

begleitende Angstsymptome bei Depression

Zwangsstörungen sowie Binge-Eating-Störungen

Weitere Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise bei 

Schlafstörungen

Stressbelastung

kognitiven Einschränkungen

werden wissenschaftlich untersucht.

Für eine Anwendung zur Vorbeugung von Demenzerkrankungen liegt derzeit kein ausreichender Wirksamkeitsnachweis vor.

Ob eine Behandlung im Einzelfall medizinisch geeignet ist, wird im Rahmen einer ärztlichen Beurteilung festgestellt.